Referenten auf dem Bewegungsplan-Plenum 2019

Prof. Dr. Rolf Schwarz

(Professor für „Bewegungserziehung und Sport“ an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe)

ist Diplompädagoge, Spiel- und Theaterpädagoge, Sportlehrer und ActiveKid-Stiftungsprofessor an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre umfassen die Bereiche Bewegungsentwicklung und Spiel in der frühen Kindheit, ihre Diagnostik und Intervention sowie erlebnis- und naturpädagogische Didaktik.

Darüber hinaus fördert er im Ehrenamt zahlreiche Sozialprojekte zur Verbesserung von Spielräumen wie quartiersnahe Spielplätze, bewegungsfreundliche Schulhöfe und öffentliche Parkanlagen.

 

 

Sebastian Fauck

(Dipl. Ing. Garten und Landschaftsarchitekt, Rehwaldt, Landschaftsarchitekten)

 

 

Prof. phil. Ahmet Derecik

(Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften, Universität Osnabrück)

ist Diplom- und Theaterpädagoge, Professor an der Universität Osnabrück. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre umfassen die Bereiche Gestaltung von Schulfreiräumen, informelles Lernen und sozialräumliche Aneignung, Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule, demokratische Partizipation und Sportentwicklungsplanung.

 

 

Petra Meyer-Deisenhofer

(Ville de Lausanne)

ist seit 2011 die Spielplatzbeauftragte der Stadt Lausanne, Schweiz. In enger Zusammenarbeit mit der Stadträtin entwickelt sie die Planungsstrategie der rund 100 öffentlichen Spielplätze. Als Projektleiterin plant sie Neugestaltungen und koordiniert das Sicherheits- und Unterhaltssystem. Sie organisiert Beteiligungsprozesse mit Kindern und Erwachsenen und ist für die Kommunikation rund um die Spielplätze zuständig. Sie berät auch Außenstehende zum Thema Gestaltung, Unterhalt und Sicherheit von Kinderspielplätzen. Außerdem ist sie Mitglied in verschiedenen stadtinternen Arbeitsgruppen sowie in der schweizweiten Fachgruppe „Kinder in der Stadt“. Im Rahmen der Ausbildung zum Techniker im Garten-und Landschaftsbau gibt sie Kurse zum Thema Spielplatzbau.

 

 

Dipl.-Ing. Franz Danner

(Sachverständiger für Spielplatzgeräte, TÜV Süd Product Service GmbH)

führte 1985 während dem Studium für Maschinenbau für den TÜV Bayern eine mehrmonatige Studie zur Messung von Fallschutzbelägen (HIC, gmax) durch. Der Eintritt in den TÜV Bayern erfolgte 1987. Seit 1989 vertrat er aktiv den TÜB Bayern (später TÜV Süd) im deutschen Normenausschuss für Spielgeräte. Ab 1989 hat er im europäischen Normenausschuss TC 136 SC1 und verschiedenen Unterauschüssen (WG) an der Entstehung der europäischen Norm EN 1176 mitgearbeitet. Seine Haupttätigkeit umfasst die Prüfung von Baumustern zur GS-Zeichenvergabe, die Begutachtung von Sonderprojekten in Europa und USA, die Beratung von Planern und Architekten und die Schulung von Wartungspersonal. Daneben sind auch immer wieder Beauftragungen als Sachverständiger für Gerichtsverfahren zu verzeichnen.

 

 

Hermann Städtler

(Bewegte Schule Niedersachsen)

war 26 Jahre Schulleiter der Fridtjof-Nansen-Schule in Hannover, die mehrere Gesundheits- und Integrationspreise erhalten hat. Als Leiter des Kultusministeriumsprogramms „Bewegte, gesunde Schule Niedersachsen“ setzt er sich für mehr Bewegung in der Schule und besonders für die Lehrergesundheit bundesweit ein. Außerdem wirkt er als Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. (BAG) bei Initiativen zur Bewegungsförderung in vorschulischen und schulischen Handlungsfeldern in ganz Deutschland mit.

 

 

Tilo Eichinger

(Erster Vorsitzender BSFH)

studierte Betriebswirtschaftslehre und ist Eigentümer und Geschäftsführer der Firma eibe. Er ist erster Vorsitzender des Bundesverbandes der Spielplatz und Freizeitanlagenhersteller e.V. und in dieser Funktion Teilnehmer bei der Podiumsdiskussion.

 

 

Hans-Peter Barz

(Grünflächenamt Heilbronn)

studierte Landespflege an der TU Hannover. Seit 1989 ist er hauptberuflich als Leiter des Grünflächenamtes der Stadt Heilbronn tätig. Sein vielfältiges Berufspolitisches Engagement umfasst u.a. eine Mitgliedschaft im „AK Spielen“ bei der GALK-DST (seit 1990), eine Tätigkeit als Obmann des DIN-Ausschusses 18034 Kinderspielplätze (seit 2000) und eine Mitgliedschaft im Spielraumbeirates beim Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW) (seit 2003). Außerdem ist er seit 2014 Vizepräsident der Gartenakademie Baden-Württemberg.

 

 

Friedrich Blume

(DEULA Warendorf)

(geb. 1968) studierte an der FH Höxter Landschaftsarchitektur. Während des Studiums und in der abschließenden Diplomarbeit befasste er sich schon mit der Thematik Planung und Sicherheit von Spielplätzen. Im Studium machte er sich mit einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb selbstständig und führte diesen nach dem Studium noch einige Jahre weiter. Seit 2002 ist Herr Blume an der DEULA Westfalen-Lippe als Seminarleiter, mit dem Schwerpunkt „Kontrolle und Wartung von Spielplätzen“ als Angestellter tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit gibt er Seminare im gesamtdeutschen Bereich, der Schweiz und Österreich. Seit 2008 ist er weiterhin als freier Sachverständiger für Spielplätze und Spielplatzgeräte tätig. Das Seminarangebot und die Sachverständigentätigkeit wurde im Laufe der Jahre um die Fachbereiche Skateanlagen, Fitnessgeräte für den Außenbereich und Multisportanlagen erweitert. Im Jahr 2008 begann er seine Mitarbeit beim Deutschen Institut für Normung (DIN) im Arbeitsausschuss Spielplatzprüfer (DIN SPEC 79161), welche er seit 2011 um den Arbeitsausschuss Spielplatzgeräte (DIN EN 1176) erweiterte. Weiterhin ist Herr Blume seit 2013 Obmann für Technik beim Bundesverband der Spielplatzgeräte und Freizeitanlagen Hersteller (BSFH).

 

 

Dr. Jan Ries

(Hochschule Fulda)

leitet als Sportwissenschaftler den mehrfach ausgezeichneten Hochschulsport der Hochschule Fulda und schult in unterschiedlichsten Kontexten zu den Themenbereichen: Sport, Gesundheit, Gesundheitsförderung, problembasiertes Lernen, Sportsicherheit, Betriebliches Gesundheitsmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung. Über das an der Hochschule Fulda angesiedelte Projekt RinkA (Regionale inklusive Bewegungs-, Sport-, Gesundheits- und Freizeitangebote) unterstützt die Hochschule Fulda u.a. bei der Planung, Realisation und Inbetriebnahme eines Bewegungsparks. Mit seinem interdisziplinären Team ist Dr. Ries bundesweit in o.g. bereichsberatend eingebunden.

 

 

Martin Gessinger und Ben Scheffler

(TraceSpace GbR)

Martin Gessinger lebt in Berlin und wurde 1986 geboren. Er ist Parkour-Pionier in Deutschland, studierter Pädagoge und ist einer der Direktoren von ParkourONE (www.parkourone.com), der einflussreichsten Parkour-Schule in Deutschland und der Schweiz, sowie Geschäftsführer von TraceSpace (www.trace-space.com), dem ersten deutschen Planungsbüro für individuelles und innovatives Bewegungsraumdesign inspiriert durch Parkour.

 

Clemens Klikar

(stadt.menschen.berlin)

studierte an der FH Höxter Landschaftsarchitektur.Seit 2002 ist er an der DEULA Westfalen-Lippe als Seminarleiter, mit dem Schwerpunkt „Kontrolle und Wartung von Spielplätzen“ tätig und ist seit 2008 als freier Sachverständiger für Spielplätze und Spielplatzgeräte in ganz Deutschland unterwegs. Obendrein ist arbeitet er beim Deutschen Institut für Normung mit und ist seit 2013 Obmann für Technik beim Bundesverband der Spielplatzgeräte und Freizeitanlagen Hersteller (BSFH).

 

 

Max Grafinger und Vanessa Kügler

(Stadtplaner)

sind Masterabsolventen der Stadt- und Regionalplanung und befassen sich unter anderem mit urbaner Governance und nutzergetragenen Projekten. In diesem Kontext haben sie 2015 im Rahmen ihres Masterstudiums den mehrjährigen Entstehungsprozess des ‘Dirtpark Kassel’ untersucht - einer öffentlichen Radsportanlage, die in engem Zusammenspiel von Verwaltung und engagierten Jugendlichen entstand. Der Fokus lag dabei auf den Hürden und Erfolgsfaktoren in den verschiedenen Entwicklungsphasen des Projekts. Vanessa Kügler ist für ein privates Planungsbüro in Berlin tätig, Max Grafinger für ein privates Planungsbüro in Hannover.

 

 

Kolja Naumann

(Dipl.-Ing (FH) Landschaftsarchitekt, Naumann Landschaft)

machte eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner in Hamburg, ehe er an der FH Osnabrück Freiraumplanung studierte. Nach seinem Diplom arbeitete er mehrere Jahre in verschiedenen Planungsbüros. Seit 2013 ist er Gesellschafter im Hamburger Büro Naumann Landschaft. Das Büro bearbeitet Projekte in allen Bereichen der Freiraumplanung. Spezialisiert sind sie u.a. auf innovative Sport-Projekte und die Entwicklung von individuellen Spielgeräten. Seit 2018 ist Herr Naumann auch als Dozent an der Hochschule Osnabrück tätig.

 

Ute Eisele

(Stadt Göppingen, Referat Umweltschutz und Grünordnung)

Studium der Landschaftsarchitektur an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen. Die ersten Berufsjahre angestellt bei Stefan Fromm, Landschaftsarchitekten BDLA in Dettenhausen bei Tübingen. Seit 2003 Mitarbeiterin im Fachbereich Tiefbau, Umwelt, Verkehr und Vermessung der Stadt Göppingen mit Schwerpunkt Freiraumplanung:  Gestaltung von bewegungsfreundlichen öffentliche Räume für alle Generationen, Spiel- und Bewegungsräume für Kindertageseinrichtungen, Schulhöfe und Kinder- und Jugendtreffpunkte in engem Kontakt und Abstimmung mit dem Referat Kinder- und Jugend, der Straßensozialarbeit und den Schulsozialarbeiterteams. 

 

 

Lothar Köppel

(Köppel Landschaftsarchitektur)

 (geb. 1948 in Hof/Saale) studierte nach seiner Gesellenprüfung als Landschaftsgärtner und Bauleiter im Garten- und Landschaftsbau an der FH Weihenstephan im Fachbereich Landschaftspflege. Bereits in seiner Diplomarbeit befasste er sich mit Spiel und Freizeit in Außenbereichen und schloss 1972 sein Studium erfolgreich ab. Nach 5 Jahren freier Mitarbeit gründete er sein eigenständiges Büro in der Oberbayerischen Kreisstadt Mühldorf a. Inn, das nach 40 Jahren von seiner Tochter Barbara Grundner-Köppel Landschaftsarchitektin übernommen wurde.  Über 10 Jahre arbeitete er als Berater in der Praxisberatungsgruppe des Deutschen Kinderhilfswerks und gab entscheidende Impulse für Kinderfreundlichkeit und die Spielraumentwicklung in Deutschland. Seit 1992 arbeitet er im Deutschen Institut für Normung (DIN) mit, speziell in den Bereichen Freiräume zum Spielen, Kinderspielplätze, Kinderspielgeräte, Fitnessgeräte, Skateboardeinrichtungen, barrierefreie Spielplatzgeräte und barrierefreie Gebrauchsgüte. Außerdem ist er Gutachter bei DIN Certco barrierefrei und privater Sachverständiger in der Wasserwirtschaft (PSW). Seit 1985 befasst er sich mit dem Thema „Barrierefrei“. Unter seiner Regie wurden die ersten barrierefreien Außenanlagen, Einrichtungen und Freiräume zum Spielen gebaut. Diese sowie weitere aktuelle Projekte sind in Deutschland und den europäischen Ländern richtungsweisend. Diese waren Auslöser und Grundlage für die barrierefreie Normungsarbeit. Mit seinem Fachwissen setzte er bundesweit Impulse zum Thema „Barrierefreies Planen und Bauen“. Er engagiert sich bis heute, das „Barrierefrei in unseren Köpfen beginnt“ und sich nun zunehmend in unserer Gesellschaft durchsetzt. Für seine Leistungen, ehrenamtlichen Aktivitäten und bürgerliches Engagement für „Menschen mit Behinderungen“ erhielt er 2007 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Unterstützt von seiner Tochter Barbara Grundner-Köppel entstanden zahlreiche Publikationen, Fachbeiträge, Kommentare und Modellprojekte unter dem Aspekt barrierefreie Außenanlagen, Spiel- und Freizeiteinrichtungen für „Alle Menschen“.

 

 

Andreas Bast

(X-Move GmbH)

Ist gelernter Hochbau- und Tiefbautechniker. Zunächst war es Angestellter in einem Betonfertigteilwerk in der Abteilung für Freizeitanlagen. Ab 2003 war er dort für Fachplanung Skate- und Kletteranlagen zuständig und später Internationaler Vertriebsleiter. Seit 2009 ist er Geschäftsführer und Gesellschafter der X-MOVE GmbH , welche sich mit Entwicklung, Planung, Herstellung und Bau von Spiel-, Sport- und Skateanlagen, Parkouranlagen, Kletterfelsen u.ä. beschäftigt.

 

 

Peter Schraml

(Massstab Mensch)

 (geb. 1971) studierte an der Hochschule Augsburg Architektur. Nach seinem Abschluss als Architekt (1998) arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros und wechselte nach mehreren Jahren Tätigkeit als Architekt 2002 zur gesetzlichen Unfallversicherung. Als Aufsichtsperson beim Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband (seit 2012 KUVB – Kommunale Unfallversicherung Bayern) betreute er im Bereich Bildungswesen von der Krippe über Kindergarten und Schulen verschiedenste Einrichtungen und Träger zu allen Fragen von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Prävention, in Bezug auf die Belange der Mitarbeiter wie auch der Kinder. Ein Schwerpunkt der Beratung war dabei immer auch die Gestaltung und Sicherheit des Außengeländes und der Spielplatzgeräte wie auch die Sicherheit von erhöhten Spielebenen. Während dieser Zeit absolvierte er berufsbegleitend ein Studium zum “Master of Public Administration”, sowie eine psychotherapeutische Ausbildung im Bereich systemische Kompetenz. Nach mehr als 10-jährigen Tätigkeit als Aufsichtsperson gründete er ein Ausbildungs- und Beratungsinstitut, das sich schwerpunktmäßig den Fragen zur Barrierefreiheit und Sicherheit in Kindertageseinrichtungen und auf Spielplätzen widmet. Seit mehr als 10 Jahren führt er Seminare zur Sicherheit auf Spielplätzen durch und berät Mitarbeiter von Kommunen und Gemeinden in dieser Thematik. Nachdem im Dezember 2011 eine einheitliche Ausbildung für „Qualifizierte Spielplatzprüfer“ als Sachkundenachweis entstand, führt er unter seinem Firmennamen „Massstab Mensch – barrierefrei und sicher leben“ als eines von wenigen Instituten in Deutschland diese Ausbildung durch. Seit 2013 ist Herr Schraml auch im Normenausschuss Spielplatzprüfer und inzwischen auch im Normenausschuss Spielplatzgeräte aktiv.